Mandalay Hill

Gestern Mittag sind wir in Mandalay angekommen. Vermutlich noch unter dem Eindruck eines knappen Monats Indien hatte ich mich bereits auf einen ausgedehnten Nachmittag am Flughafen eingestellt, da wir uns nach der Immigration – hat in Indien gefühlt ewig gedauert – am ATM mit Bargeld versorgen und lokale SIM-Karten kaufen wollten. Das Erste funktionierte in Indien mal und mal nicht, das Zweite hätte nach Schätzungen von Einheimischen 3-4 Tage und viel Papierkram bedeutet – weshalb ich es gleich gelassen habe. Und dann mussten wir ja auch noch zum Hotel gelangen, was ich mir auch bereits als eine Kombination aus Verhandlungen (über den Preis) und zähem Rätselraten (über die Strecke) ausgemahlt hatte – die indischen Fahrer kannten oft die Strecken nicht, weshalb es gut war Uber oder Ola-Cab zu benutzen (wegen der Navi-Routenführung).

Aber mein Pessimusmus wurde Lügen gestraft! Nach der ziemlich zügigen Visakontrolle, saßen wir bereits nach nicht einmal 20 Minuten, mit Geld und zwei funktionierenden Smartphones inklusive Sprach und Datenpaket, in einem Sammelbus und waren auf dem Weg zu unserem Hotel. Alles lief zügig und fast schon geräuschlos ab. Die beiden Damen vom lokalen Mobilfunkanbieter waren so flink mit der Einrichtung unserer Telefone, dass wir in der Zwischenzeit kaum Zeit hatten unsere neuen Banknoten zu sortieren und den Betrag abzuzählen. Der junge Mann am Schalter des Busunternehmens kannte auf Anhieb unser Hotel und war bereits schon dabei den Voucher für den Bus auszufüllen, als ich mich gedanklich noch davon verabschiedete, ihm lange die Position im Stadtplan erklären zu müssen. Mit einem Lächeln, einer leichten Verbeugung und „Of course, Sir“ wurden wir in Richtung des Busses weitergeleitet. Im Hotel angekommen, empfing uns das Personal mit glasklarem Englisch und entschuldigte sich beinahe schon dafür, dass wir noch unsere Anmeldebögen ausfüllen mussten.

Heute haben wir uns zwei anderen Travellern, die wir hier im Hotel kennengelernt haben, aufgemacht, um den Großen Palast von Mandalay und den Mandalay Hill zu besuchen. Der Palast beeindruckt vor allem durch die schiere Dimension seiner Aussenwehranlage, beherbergt aber auch eine schönes Ensemble von Nachbauten der ursprünglichen Holzgebäude des zentralen Palastes.

Der Mandlay Hill sticht wie ein kleiner Zuckerhut aus der Ebene von Mandalay hervor. Man kann die rund 1700 Stufen zu seinem Gipfel hochlaufen oder aber auch ein Taxi nehmen. Oben befindet sich eine üppig mit Glas verzierte Pagode. Der Hauptgrund hier herauf zu kommen ist allerdings die Aussicht über die gesamte Stadt.

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Hallo Alex und Verena, toll Dein Bericht, knapp paar Bilder, für mich einige gute Tipps …oh ich freu mich wenn ich das sehe….Für mich nun abends in meiner kleinen Bude, eine schöne Abwechslung Eure Reise zu verfolgen..( gibt ja ke i n TV hier ) Gruß Wolfgang


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